Wann sollte ich mit meinem Kind zum Kinderorthopäden?

Ein Besuch ist sinnvoll, wenn Sie Veränderungen an der Haltung oder den Beinen Ihres Kindes bemerken, wenn Ihr Kind über Schmerzen am Bewegungsapparat klagt, bei auffälligem Hinken, nach Sportverletzungen oder wenn Sie sich einfach Sorgen um die Entwicklung machen. Auch wenn der Kinderarzt eine orthopädische Abklärung empfiehlt oder Sie eine Zweitmeinung wünschen, sind Sie bei mir richtig. Häufig kann ich Eltern nach einer gründlichen Untersuchung auch beruhigen – viele vermeintliche Auffälligkeiten sind normale Entwicklungsvarianten.

Was ist der Unterschied zwischen einem Orthopäden und einem Kinderorthopäden?

Die Kinderorthopädie ist ein Spezialgebiet innerhalb der Orthopädie. Während der allgemeine Orthopäde vorwiegend Erwachsene behandelt, beschäftigt sich der Kinderorthopäde ausschließlich mit Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Kindern und Jugendlichen. Der wachsende Körper folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten – was beim Erwachsenen eine Fehlstellung wäre, kann beim Kind eine normale Entwicklungsstufe sein. Die Zusatzbezeichnung “Kinderorthopädie” erfordert eine zusätzliche 18-monatige spezialisierte Weiterbildung.

Was passiert beim ersten Besuch?

Beim Erstbesuch nehme ich mir ausführlich Zeit. Ich beginne mit einem Gespräch über die Vorgeschichte und Ihre Beobachtungen. Anschließend untersuche ich Ihr Kind gründlich – natürlich in einer kindgerechten, entspannten Atmosphäre. Je nach Fragestellung kann eine Ultraschalluntersuchung oder andere Diagnostik direkt vor Ort erfolgen. Am Ende erkläre ich Ihnen verständlich meine Befunde und bespreche mit Ihnen die weiteren Schritte. Bitte bringen Sie das gelbe Untersuchungsheft Ihres Kindes, eventuelle Vorbefunde und eine Überweisung (sofern vorhanden) mit.

Braucht mein Kind Einlagen?

Das ist eine der häufigsten Fragen in meiner Praxis. Die Antwort: Es kommt darauf an. Bei flexiblen, schmerzfreien kindlichen Knick-Senkfüßen zeigen Studien, dass Einlagen keinen messbaren Effekt auf die Fußentwicklung haben. Barfußlaufen ist hier die beste “Therapie”. Einlagen können jedoch bei schmerzhaften oder pathologischen Fußfehlstellungen sinnvoll sein. In meiner Praxis beurteile ich individuell, ob Einlagen für Ihr Kind tatsächlich hilfreich sind.

Sind O-Beine oder X-Beine bei meinem Kind normal?

In den meisten Fällen: Ja! Die Beinachsen verändern sich im Laufe der kindlichen Entwicklung auf natürliche Weise. Säuglinge haben physiologische O-Beine, Kleinkinder entwickeln X-Beine (Maximum mit 3-4 Jahren), und bis zum Alter von etwa 10 Jahren begradigen sich die Beine zur Erwachsenenstellung. Aufmerksam werden sollten Sie bei einseitigen Fehlstellungen, bei sehr ausgeprägter Fehlstellung oder wenn sich die Beinachse nicht altersgerecht entwickelt.

Was kostet eine Behandlung in der Privatpraxis?

Als Privatpraxis rechne ich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Private Krankenversicherungen und Beihilfe übernehmen die Kosten in der Regel vollständig. Gesetzlich versicherte Patienten sind als Selbstzahler herzlich willkommen. Die Kosten für einen Erstbesuch mit Untersuchung liegen im Rahmen der üblichen Sätze der GOÄ. Gerne informiere ich Sie vorab über die zu erwartenden Kosten – sprechen Sie mich einfach an.

Werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen?

Als Privatpraxis ohne Kassensitz kann ich leider nicht direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Gesetzlich versicherte Patienten können die Leistungen jedoch als Selbstzahler in Anspruch nehmen. Die Kosten können in manchen Fällen über eine Zusatzversicherung oder als außergewöhnliche Belastung bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Wie läuft ein Hüftultraschall bei meinem Baby ab?

Die Untersuchung ist schnell, schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung. Ihr Baby liegt entspannt auf der Seite, während ich mit einem Ultraschallkopf die Hüftgelenke untersuche. Die gesamte Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Im Anschluss bespreche ich die Ergebnisse sofort mit Ihnen. Tipp: Bringen Sie Ihr Baby möglichst satt und zufrieden mit – dann klappt die Untersuchung am besten.

Muss ich eine Überweisung mitbringen?

Für privatversicherte Patienten ist in der Regel keine Überweisung nötig. Für Selbstzahler ebenfalls nicht. Eine Überweisung vom Kinderarzt kann dennoch hilfreich sein, da sie mir wichtige Informationen über die bisherige Behandlung liefert.

Wie kann ich behilflich sein?

Praxis OrthoKind · Andrea van Wasen · Bredeneyer Straße 122, 45133 Essen